ILEK-Themenjahr 2017

Eckpunkte

Das Jahr 2017 steht unter dem Motto "Lebendiger Ortskern – Rein in den Leerstand".

Ziel ist es, das Thema Ortsentwicklung auf regionaler Ebene zu unterstützen und lokale Akteure für Ihren Ort zu aktivieren.

Auftakt: Regionalkonferenz

Unter dem Titel "Was bringt ILEK für den Ort?" fand am 01. Februar 2017 ein Informations- und Vernetzungstreffen für politische Vertreter/innen auf Ortsebene statt.

In einem Rückblick auf die bisherigen ILEK-Jahre 2008-2013 wurde deutlich,dass die Summe an erhaltenen Fördermitteln größer war als der Eigenanteil der Region. Dabei profitierte die Region auch von ihrer Anerkennung als ILEK und konnte die Umsetzung zahlreicher Projekte anstoßen. Herr Bendig vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Geschäftsstelle Osnabrück, stellte den Anwesenden in dem Zusammenhang die ZILE-Richtlinie vor, die für den ländlichen Raum als Fördertopf besonders interessant ist.

Seit der Anerkennung des "neuen" ILEKs für die Jahre 2014-2020 wird jedem Jahr ein Thema zugeordnet, welches Schwerpunkt der Zusammenarbeit der vier Samtgemeinden sein soll. Anhand des Themenjahres 2016 "Vereine" wurde gezeigt, wie erfolgreich ein Themenjahr zahlreiche Akteure mobilisieren und neue Ideen generieren kann.

Als Themenjahr 2017 wurde "Lebendiger Ortskern - Rein in den Leerstand" sowie die aktuell geplanten Aktivitäten vorgestellt. Dazu gehören das Demografieprojekt "Lebendige Ortszentren", die Kooperation mit der Hochshcule Osnabrück sowie Fördermittel-Infoveranstaltungen zu einzelnen Themen rund um die Ortskernentwicklung. 

Aktion: Projekt "Lebendige Ortszentren"

Anfang 2018 ist in der ILE-Region Nördliches Osnabrücker Land ein neuer Prozess zur Stärkung der Ortskerne gestartet.

Unter dem Titel

„Gemeinsam für lebendige Ortszentren: Aktivierung lokaler Standortgruppen – Investition in das Zentrum“

sollen Handel, Dienstleister, Gastgewerbe und Immobilienbesitzer ermutigt und befähigt werden, für einzelne Ortszentren „Standortgruppen“ zu bilden bzw. vorhandene sollen gestärkt werden. Diese „Standortgruppen“ sollen für den Ortskern tätig werden und im Konsens Verbesserungen erarbeiten. Für die Realisierung der ersten Projektideen steht ein regionales Förderbudget zur Verfügung, welches im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury vergeben wird. Die Wettbewerbs- und Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Das Projekt gliedert sich in zwei Projektphasen, die von einer externen Moderation und einer Online-Plattform begleitet werden: Projektphase 1 "Aktivierung und Planung" sowie Projektphase 2 "Umsetzung und Verstetigung". Es wurde im Rahmen des Themenjahres 2017 konzipiert und beantragt. Seit Januar 2018 wird das Projekt im Rahmen des Themenjahres 2018 umgesetzt. Dazu gab es am 30. Januar 2018 eine Auftaktveranstaltung, in der der weitere Prozess vorgestellt wurde.

Das Projekt wird gefördert durch das Land Niedersachsen aus Mitteln des Programms Demografie-Projekte auf dem Gebiet der Metropolregion Nordwest und in Weser-Ems.

 

Aktion: Fördermittel-Infoveranstaltungen

Zum Themenjahr „Lebendiger Ortskern – Rein in den Leerstand!“ wurden durch das Regionalmanagement kostenlose Förderinfoveranstaltungen organisiert.

 

  • Ortskernentwicklung: Jugend
    19.10.2017, 18:00-20:00 Uhr
    Heimathaus Badbergen
    Am Markt 4, 49635 Badbergen

 

  • Antragsworkshop ZILE
    10.08.2017, 18:00-20:00 Uhr
    Gaststätte Maassmann
    Hauptstraße 34, 49586 Merzen

 

  • Ortskernentwicklung: Energieeffizienz und Denkmalschutz
    13.06.2017, 18:00-20:00 Uhr
    Gaststätte Schohaus
    Hauptstraße 31, 49626 Berge

 

  • Ortskernentwicklung durch Private, Vereine, Handel und kleine Unternehmen
    11.05.2017, 18:00-20:00 Uhr
    Gaststätte Ansmann
    Moorstraße 7, 49577 Kettenkamp

 

Aktion: Kooperation HS Osnabrück

Im Rahmen von Projektarbeiten haben die Studierenden des Master-Studiengangs Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung Gestaltungsvorschläge rund um das Thema Ortskern analysiert und erarbeitet. Dazu wurden beispielhaft Orte der Region ausgewählt. Bei Vor-Ort-Besichtigungen gemeinsam mit den Verantwortlichen der Orte wurden Problemstellungen benannt und mögliche Lösungsansätze von den Studierenden erarbeitet. Die Aktivierung lokaler Akteure und die Gewinnung potentieller Anregungen sind ein Mehrwert für die Region und ein wertvoller Beitrag im Themenjahr 2017.

Am Ende des Semesters wurden die Projektarbeiten den mitwirkenden Ansprechpartnern in den Orten im Rahmen einer Ergebnispräsentation vorgestellt. Im Anschluss wurden die Ergebnisse mit den Studierenden diskutiert. Sie lieferten Anregungen für die weitere Gestaltung in den Ortszentren sowie für zukünftige Projektideen.

 

Die Studierenden Vera Pham und Stefanie Esser haben Ihre Projektarbeit unter dem Titel "Bippen Formvollendung" beim ALR-Hochschulpreis 2017 eingereicht und hier den 3. Platz belegt.

Der von der Niedersächsischen Akademie Ländliche Räume e.V. ausgerufene Wettbewerb zeichnet Beiträge aus, die sich kreativ mit den aktuellen und perspektivischen Herausforderungen in ländlichen Städten, Gemeinden und Regionen auseinandersetzen und sowohl innovative als auch anwendungsorientierte Vorschläge für eine zukunftsfähige Entwicklung ländlicher Räume aufzeigen.

Nähere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.alr-hochschulpreis.de.  

 

Die Studierenden Joline Bongartz, Sophia Kuppelmayr, Tillmann Ober und Gesa Pape setzen ihre Projektarbeit auch über das Themenjahr 2017 hinaus fort. Nachdem sie sich im Rahmen der ILE-Kooperation mit Ankums Ortskern und dessen Gestaltung befasst haben, konzentrieren sie sich nun auf das Thema Mobilität in ländlichen Regionen. Am Beispiel von Ankum testen sie neue Formen der Mobilität. Einen Bericht des Bersenbrücker Kreisblatt finden Sie hier.

 

Presseartikel